Ausrufezeichen!!

Anna Kemper ist Redakteurin der ZEIT und schreibt auch für das ZEITmagazin. Erst jetzt entdecken wir ein kleines Apercu von ihr vom 5. Januar 2016, nachzulesen in der Online-Ausgabe des ZEITmagazin. Es knüpft  an eine Wortmeldung von Til Schweiger an, den wir übrigens kürzlich beim Snowdance-Festival in Landsberg begrüßen durften!!!

Thema ist nicht mehr und nicht weniger als das Ausrufezeichen.

Früher war das Ausrufezeichen öffentlich ein seltener Gast. Gehäuft verwendet wurde es eigentlich nur in den Tagebüchern von Teenagermädchen, wo es schwärmerische Liebesschwüre zierte, unerwiderte Liebe beklagte oder trotzig bekräftigte, dass einen niemand, wirklich niemand versteht.

schreibt Anna Kemper. Doch das hat sich, wie auch wir immer wieder in Tweets, Posts und Kommentaren feststellen, geändert. Das Ausrufezeichen

hat sich aus den Teenagertagebüchern in den Kommentarspalten auf Facebook oder unter Artikeln so inflationär ausgebreitet, dass man Angst haben muss, dass die weltweiten Vorräte an Ausrufezeichen bald aufgebraucht sein werden.

Stimmt – und deswegen fügen wir doch mal dem Abschnitt „perfekt schreiben“ gleich einen Rat hinzu: Ein Ausrufezeichen reicht.

Ballern Sie Ihre Aussage nicht mit der virilen Ausrufezeichen-Bazooka kompromisslos in die Menge! Wir wären meeega stolz auf Sie!!!!!

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Wie Mindmapping Spaß macht

Mindly1

So macht der Entwurf von Texten, Reden, Moderationen und Präsentationen auf dem Smartphone Spaß: Die – in der Grundversion kostenlose – App Mindly für iOS und Android greift die Prinzipien des Mindmapping auf, vermeidet aber dessen Nachteile auf kleinen Bildschirmen. Dort wird eine normale Mindmap mit ihren vielen Verzweigungen schnell unübersichtlich und man ist permanent damit beschäftigt, in die Map hinein und heraus zu zoomen. Die Schriftgröße wird damit bis zur Unlesbarkeit herabskaliert. Außerdem ist es oft kompliziert, Knoten hinzuzufügen, zu verschieben, übersichtlich anzuordnen oder zu entfernen. In vielen Fällen beschäftigt man sich mehr mit dem Programm als mit der Ideenfindung.

Die Programmierer von Mindly haben diese Probleme wohl auch gehabt, denn sie haben sie in ihrem Programm alle gelöst. Im Normalfall (Bild rechts unten) werden alle Ideen kreisförmig angeordnet. Zusätzliche Gedanken oder Oberbegriffe können an beliebiger Stelle im Kreis eingefügt werden. Die äußere Schale ist drehbar. Werden es zu viele Elemente, wechselt die App automatisch in eine zweite karusselförmige Darstellungsform (Bild oben).

Mindly3

Elemente zu kopieren oder zu verschieben ist sehr einfach: Man kann einen Knoten in das Zwischenablage-Symbol am oberen Rand ziehen und an anderer Stelle einfügen. Ebenso einfach ist es, ein Element zu löschen: Dafür steht ein „schwarzes Loch“ zur Verfügung, das immer dann erscheint, wenn man etwas länger auf einen Knoten tippt. Selbstverständlich kann man – wie im Bild rechts unten – neben Texten, Reden, Moderationen und Präsentationen auch andere Themen strukturieren, zum Beispiel eine Agenda oder ToDo-Liste.

Damit sind die Optionen der App noch lange nicht ausgeschöpft. Man kann Bilder, Texte und Links hinzufügen, mit Symbolen einzelne Elemente illustrieren und mit der Farbgebung zusammengehörende Gedanken kennzeichnen. Am Ende stehen mehrere Exportmöglichkeiten zur Verfügung. Schon in der kostenlosen Grundversion ist das Abspeichern im PDF-Format möglich. Das ist vorbildlich. Aber es dauert sicher nur ein paar Stunden, bis man ohnehin für 5,99 Euro (Android) die Vollversion freischaltet. So gute Arbeit muss belohnt werden.

Das Fazit:

MindlyVerdict